Aller Anfang ist schwer (1) - Heini in Nöten

von Edgar Selting (Kommentare: 0)

Heini telefoniert mit Isa: „Isa, Du musst mir helfen, ganz dringend und sofort!“ „Moin Heini, was ist denn los? Ist was mit Lumpi?“ „Nein…“ sagt Heini und druckst ein bisschen rum. „Ich bin doch bei Matschliebe, der Dating-Plattform… habe eine ganz dolle süße und liebe Maus kennengelernt und gerade als wir ein Date klargemacht hatten und unsere Telefonnummern austauschen wollten, habe ich vor lauter Herzklopfen und Aufregung den Kaffee umgekippt… und alles über die Tastatur. Und weil Du doch den Computerkram als Job machst, dachte ich, Du hättest vielleicht noch ein altes MacBook, dass Du mir mal schnell für ein paar Tage leihen könntest…“, fügt er verlegen hinzu.
„Hihi, typisch Mann“, kann sich Isa einen Kommentar nicht verkneifen. „Da hast Du aber Glück. Ich habe zwar kein MacBook für Dich, aber einen PC, den ich gerade nicht brauche. Komm doch einfach direkt vorbei und hole ihn ab.“

Schnell verstaut Heini alle Sachen im Bulli, macht die Tür zu…

... und radelt los.

Lumpi passt inzwischen auf den Bulli auf.

Völlig außer Atem kommt Heini bei Isa an, so sehr hat er sich beeilt.

„Moin Isa, super, dass Du mir hilfst“, begrüßt Heini sie. „Moin Heini, ich habe den PC schon für Dich rausgestellt. Nicht gerade das neueste Modell“, grinst Isa, „aber zum Chatten reicht’s.“ Heini ist glücklich. Mehr will er ja gar nicht.

Gemeinsam verstauen sie das alte Schätzchen. Und Heini radelt zurück.

Lumpi wartet schon.

Stolz fährt Heini mit seinem „neuen“ PC vor.

„Mensch, wie unhandlich und groß. Ich glaube, den stelle ich am besten hier hin.“

Ein Tisch für die Tastatur…

Endlich können die beiden Turteltauben weiter chatten. Sie tauschen ihre Telefonnummern aus und verabreden sich in genau drei Tagen bei ihr.

Da drei Tage echt lang werden können, besonders, wenn man auf etwas wartet und obendrein fast schon ein bisschen verliebt ist, telefonieren die beiden nach dem Chatten noch bis tief in die Nacht.

„Übermorgen machen wir einen Ausflug mit dem Bulli,“ erzählt er Lumpi am nächsten Morgen beim Frühstückskaffee. „Gleich kümmern wir uns zuerst mal um den Bulli. Seit wir das Fahrrad haben, bin ich nicht mehr damit gefahren. Der ist ja schon völlig zugerankt.“

Heini macht sich an die Arbeit.

So anstrengend hatte er sich das dann doch nicht vorgestellt.

Als Heini danach den Bulli starten will, macht dieser leider keinen Mucks. „Ich muss mal nach dem Motor gucken.“ Doch es kommt gar nicht so weit. Er kriegt die Motorhaube nicht auf. „So ein Schei.. benkleister!“, stöhnt er verzweifelt.

„Ich glaube, ich rufe besser die Claudi an. Die kennt sich mit Oldtimern besser aus als ich. Ja, wenn das ein Schiffsmotor wäre…“
„Hier Claudi Schraubi“, meldet sich auch sofort Claudi am Telefon. „Hier Heini! Ich habe übermorgen ein Date mit meiner absoluten Traumfrau, aber der Bulli springt nicht an. Und mit dem Rad ist das zu weit. Meinst Du, Du kriegst den so schnell wieder für mich flott?“
„Das ist mal wieder typisch für Dich. Lerne sie doch erst mal wirklich kennen und bis dahin solltest Du Deine Schmetterlinge im Bauch noch etwas im Zaum halten,“ lacht sie. „Ich bin gleich da“; fügt sie dann schmunzelnd hinzu.

Als Claudi ankommt, wird sie sie schon sehnsüchtig erwartet.

„Moin Heini, dann lege ich mal direkt los und schaue mir dem Motor an.“ „Moin Claudi, vielen Dank, dass Du so schnell gekommen bist.“

Gegen Claudis Hammer hat die Klappe keine Chance. Dann staunt diese nicht schlecht.

„Mit dem Bulli bist Du aber schon länger nicht mehr gefahren…" Sie zeigt Heini das Vogelnest, das sie gerade im Motorraum gefunden hat. „Die Vogelfamilie, die da genistet hat, dürfte schon unterwegs in den Süden sein… Da müssen alle Kabel getauscht werden und vielleicht noch mehr. Bis die Kabel bestellt und geliefert sind, dauert es mindestens zwei Wochen und dann noch mal mindestens zwei Tage fürs Einbauen. Erst dann wissen wir, ob da nicht noch mehr kaputt ist."

„Un‘ nu‘? Wie kommen Lumpi und ich jetzt zu unserem Date?“

„Ihr könntet mit dem Zug fahren und das Fahrrad mitnehmen. Ich bringe euch gerne bis zum Bahnhof.“ „Ja Claudi, das ist eine super Idee. So machen wir das. Ich packe noch schnell das Nötigste zusammen, wir laden das Fahrrad auf und dann kann es losgehen."

Claudi zeigt Heini ein Foto. „Das ist meine neue Freundin. Wir haben uns auch bei „Matschliebe“ kennengelernt, genau wie Du und… Vor ein paar Wochen sind wir zusammengezogen. Hach, Liebe ist so schön.“ Auf dem Foto strahlen Isa und Claudi um die Wette.

Zu zweit sichern sie das Fahrrad…

„Auf geht’s! Ab zum Bahnhof!“

Fortsetzung folgt…

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